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Stellung von Behinderten - Es geht um Inklusion

In der Schweiz leben rund 1,6 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Mit rund 2,7 Milliarden Franken pro Jahr finanzieren die Kantone Institutionen der Behindertenhilfe, Wohnheime, Werkstätten, Tageszentren. Dort sind Menschen mit Behinderung gut versorgt, und es wird gut für sie gesorgt. Die entscheidende Frage aber lautet: Wie definieren die rechtlichen Vorgaben die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung? Sie verpflichten den Staat, Diskriminierungen in den Bereichen Bildung, Arbeit, Freizeit, Wohnen, öffentlicher Verkehr, Mobilität, Bauen und Kommunikation abzubauen. Die zentralen Begriffe heissen «Gleichstellung» und «Inklusion».

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Kanton aus dem Dornröschenschlaf wecken

Ein Verein für Behinderte kritisiert bestehende Institutionen sowie den Kanton Zürich. Ihre Vorwürfe stossen nicht nur auf Begeisterung. Dennoch wollen auch sie die Behindertenpolitik aus dem Dornröschenschlaf wecken. - von Jan Hudec, NZZ 30.8.2016

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Die Misere des SBV als Misere der nicht vorhandenen Behindertenbewegung

Der schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV) ist die grösste Selbsthilfeorganisation blinder und sehbehinderter Menschen in der Schweiz. Er war einmal die treibende Kraft im Kampf um ein selbstbestimmtes Leben und die gesellschaftliche und berufliche Integration sehbehinderter Menschen. Heute wird er allerdings mehr und mehr als kraftloser Koloss wahrgenommen, von dem kaum noch emanzipatorische Impulse ausgehen. Das müsste nicht so sein meint Martin Näf, dessen im Januar 2010 aus aktuellem Anlass in der Zeitschrift des Verbandes veröffentlichte Kritik am SBV zugleich als Manifest einer neuen Behindertenbewegung gelesen werden kann.

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Perspektiven für den SBV, Replik

Im Januar 2010 veröffentlichte Martin Näf in „der Weg“ einen Beitrag mit dem Titel „Perspektiven für den SBV“. Als Antwort darauf möchte ich in dieser Rubrik die drei von Martin Näf angeführten Themen eines nach dem anderen aufgreifen und kommentieren. - Daniel Baud, Weg 2, Mai 2010

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Die Hackordnung der Minderwertigen. Über wertvolle und weniger wertvolle Behinderte und was wir in der Geschichte dazu lernen können

Behinderte gehörten mit zu den Opfern des Nationalsozialismus. Doch im Bemühen, ihre Haut und ihr Ansehen zu retten wurden Verbandsfunktionäre und Betroffene selbst oft zu besonders eifrigen DienerInnen der Ideologie ihrer Meister. Statt solidarisch mit allen Ausgegrenzten zu kämpfen distanzierte man sich von einander und versuchte, sein eigenes Schärflein ins Trockene zu bringen. Der folgende Text von Ernst Klee beschreibt die widersprüchliche und bis heute gern beschönigte situation an hand einiger Beispiele.

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Notizbuch eines Neurologen. Was Blinde sehen

Der britische Neurologe Oliver Sacks hat eine ganze Reihe von Büchern geschrieben, welche es in die Bestsellerlisten schafften. In der Zeitschrift The New Yorker publizierte er 2003 das Essay „Was Blinde sehen“, in dem er sich mit dem auseinandersetzt, was blinde Menschen über ihre visuelle Wahrnehmung berichten.

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Womit sehen wir?

In diesem Essay beschreibt der Paläobiologe Simon Conway Morris Tiere, die mit den Ohren oder mit der Nase "sehen". Davon ausgehend entwickelt er die Vision einer universellen Theorie aller Sinne.

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Berührung ist Wahrnehmen ist sehen: Jacques Lusseyran, Jakob Böhme und ich oder: Wer spricht hier eigentlich von Blindsein!

Mir kommt es oft ungerecht vor, wenn andere sagen, ich sei blind, denn die Welt um mich herum ist doch da. Ich spüre sie doch, spüre den Raum, die Luft, höre die Geräusche. Aha, das sei nicht "sehen" meinen Sie. Ich sei deshalb also wirklich blind. Aber wo genau beginnt denn das Sehen, und was braucht es dazu? Ist "sehen" nicht vor allem eine Frage der Wachheit und der inneren Lebendigkeit? Sicher - um meine Umgebung optisch wahrzunehmen sind funktionierende Augen wichtig. Aber sehe ich meine Umgebung damit wirklich? Wo findet das Sehen eigentlich statt? In unserem Gehirn? IN den Augen? In unserem Körper? In unserem "Herzen"?

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Recognising another World by John M. Hull

In diesem 2001 erschienenen Artikel plädiert der bekannte englische Religionspädagoge John M. Hull für eine Neubewertung der Blindheit als einer eigenartigen Daseinsform mit ganz spezifischen Merkmalen und Möglichkeiten. Hull ist Autor des Buches "Touching the Rock" (deutsch "im Dunkeln sehen"), in welchem er seine eigene Erblindung als Übergang in diese andere Form des Daseins und Wahrnehmens beschrieben hat. Der englischsprachige Artikel ist ein Beitrag zu einer "Kultur der Blindheit" jenseits von Defizitorientierung und falsch verstandener Gleichstellung.

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Kann man ohne Augen sehen? Paraoptische Fähigkeiten

In den letzten fünfzig Jahren sind immer wieder Texte aufgetaucht, die von der "paraoptischen Fähigkeit" berichten, das heisst von der Möglichkeit, ohne Augen zu sehen. Was hat es mit diesen Texten auf sich, und wieso finden sie nicht mehr Gehör? - Roger Cevey machte sich in einem 1996 im "Weg", dem Organ des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands auf Spurensuche.

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