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Nume gäng hübscheli. Der Bundesrat empfiehlt in Sachen UNO Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung vornehme Zurückhaltung. - Martin Näf, 23. März 2007

Unter dem Titel "eine Magna Carta für Menschen mit einer Behinderung" haben wir an dieser Stelle vor einem Monat über die Verabschiedung der UNO Konvention über die Rechte von Menschen mit einer Behinderung durch die UN-Generalversammlung berichtet und darauf hingewiesen, das Nationalrätin Pasquale Bruderer durch eine am 20. Dezember 2006 eingereichte Motion sicherstellen wollte, dass die Schweiz sich bald ernsthaft mit der Frage der Ratifizierung dieser Konvention befasst. Am 9. März 2007 hat der Bundesrat zu der Motion Stellung genommen ... Einmal mehr scheint er zu glauben, dass es reicht, behinderten Menschen hie und da lieb über ihren Kopf zu streicheln und sie mit ein paar netten Worten wieder vor die Tür zu stellen! Am 9. März hat er die Motion zur Ablehnung empfohlen.

Lesen Sie hier, wie der Bundesrat seine Haltung begründet

Nocheinmal Copyrightprobleme und digitale Medien für Blinde und Sehbehinderte

Die 'World Blind Union', WBU, wird bei der World Intellectual Property Organization in Sachen Copyright-Hürden bei internationalem Informationsaustausch vorstellig. Vor allem für Sehbehinderte in Ländern, deren eigenes Angebot an Medien in sehbehindertengerechten Formaten gering ist oder die über kein solches Angebot verfügen, kann die zur Zeit herrschende restriktive Praxis im Bereich digitalisierter Medien den an sich schon schweren Beruflichen und ausbildungsmässigen Überlebenskampf noch zusätzlich erschweren. Im Oktober 2008 rief der Generalsekretär des Daisykonsortiums, George Kerscher, deshalb alle interessierten Kreise dazu auf, die Initiative der WBU zu unterstützen.

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MEDIBUS will Grenzen sprengen!

In horus 3/2007 berichtet Dr. François Van Menxel über die Versorgung der blinden und hochgradig Sehbehinderten mit Literatur und gedruckter Information und über die Ziele, die sich der Verein MEDIBUS (Mediengemeinschaft für blinde und sehbehinderte Menschen e. V.) in dieser Sache gesteckt hat.

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Kein Rechtsanspruch auf Integration behinderter Kinder. - SDA 1. Juli 2009

Weil ihre behinderte Tochter nicht mehr in einer Regelklasse zur Schule gehen konnte, ist eine Familie aus dem Kanton Bern weggezogen. Im Kanton Zug kann das Mädchen nun wieder zur Schule gehen.

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Integrative Schulung behinderter Kinder schafft soziale Integration. NZZ 19. März 2007

Für Kinder mit einer Behinderung ist die schulische Integration eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration als Erwachsene. Das finden die Autoren dieses Artikels, die damit auf den Beitrag von Riccardo Bonfranchi in der vorletzten Bildungsbeilage reagieren.

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Gründung des "Forum Ausbildung Sehbehinderung". Retina Suisse Journal, Ausgabe 3/2004

Lorenz Kühni, der 1. Präsident des neuen, aus der Arbeitsgemeinschaft Ausbildung Sehbehinderung, AGAS, hervorgegangenen Vereins berichtet über dessen Gründung und über dessen Ziele.

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Fünf Bücher pro Semester und nicht mehr. Die IV darf die Übertragung von Unterrichtsmaterial nicht willkürlich beschränken und ... tut es doch. – Martin Näf, 24. März 2007

Die Übertragung von Schulbüchern und Studienliteratur in Blindenschrift oder ein anderes sehbehindertengerechtes Format kostet Geld. Zu viel Geld finden einige IV-Stellen und beschränken die Anzahl der Bücher, welche blinde und sehbehinderte SchülerInnen und StudentInnen für sich übertragen lassen können. Dabei scheint sich eine Zahl von fünf Büchern pro Semester als eine art inoffizieller Richtgrösse durchzusetzen. Das Zürcher Sozialversicherungsgericht hält diese Fünfbücherpolitik für illegal. Die IV kümmert dies bis jetzt wenig.

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Frühlingserwachen? Ein neues Angebot für Studierende mit einer Behinderung an der Universität Basel ab Februar 2007 (10.3.2007)

Es gibt Hinweise darauf, dass man sich auch an der Uni Basel künftig mehr um die besonderen Anliegen von Studierenden mit einer Behinderung kümmern will.

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Eine Magna Carta für Menschen mit einer Behinderung! (27.2.2007)

Am 16. Februar 2007 legte der deutsche Übersetzungsdienst der Vereinten Nationen eine Arbeitsübersetzung der
UN-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vor. Ob und wie dieses von der UNO Generalversammlung am 13. Dezember verabschiedete Dokument das sozialpolitische Klima in der Schweiz verändern wird bleibt abzuwarten. Eine schöne Fahne ist noch keine gewonnene Schlacht!

Einige Highlights aus der UN-Carta der Rechte von Menschen mit Behinderungen

Die Integration von behinderten Kindern in die Regelschule. Wo steht die Schweiz?

Die Schweiz ist in Sachen integrativer Beschulung bestenfalls Mittelfeld, ja es scheint, dass die Bereitschaft oder Fähigkeit unserer Schulen, behinderte Kinder aufzunehmen und zusammen mit nicht behinderten Kindern zu unterrichten in den letzten 20 Jahren eher ab als zugenommen hat, wie Rachel Sermier in einer Standortbestimmung in Agile Nr. 4, 2006 feststellt.

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Die Integration behinderter Kinder läuft harzig ...

Die Kantone müssten vermehrt behinderte Kinder in Regelklassen integrieren. Das geschieht immer öfter. Aber mit der vollen Integration tun sich Behörden und Lehrkräfte schwer, wie Andrea Fischer mit Blick auf die Integration geistig behinderter Kinder im Tages-Anzeiger vom 11.09.2006 feststellt.

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Der Umgang mit geistig behinderten Kindern in Regelklassen. Eine volle Integration wird den Betroffenen meist nicht gerecht und scheitert oft – NZZ 26.09.2006

Seit einigen Jahren werden, oft auf Initiative der Eltern, Kinder mit einer geistigen Behinderung in einen normalen Kindergarten oder eine Primarschule integriert. Diese Versuche scheitern aber meistens, weil die Kinder dort überfordert sind und zu wenig spezifische Betreuung erhalten. - Von Riccardo Bonfranchi

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Das Recht auf eine behinderungsbedingte Anpassung von Prüfungsbedingungen. Die Maturitätsprüfungskommission vor Gericht

Am 15. Juli 2008 entschied das Bundesverwaltungsgericht, die Maturitätsprüfungs-kommission hätte gegen die Bundesverfassung und das BehiG verstossen. Sie hatte es unterlassen, für einen Schüler mit körperlicher Behinderung die nötigen Prüfungsanpassungen vorzusehen.

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Center for disability and integration an der Hochschule St. Gallen

Am 2. März 2009 nahm an der UniversitätSt. Gallen das Center for disability and integration (CDI-HSG) seine Arbeit auf. Sein Ziel ist die bessere Einbindung von Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und Arbeit.

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Bürgerrechte statt Almosen. Essay von Keyvan Dahesch, DIE ZEIT Nr. 32, 5. August 1999

"Es dominiert eine Haltung, die allein vom gesunden Menschen als "normal“ ausgeht und jede Abweichung als Makel ansieht - allen anders lautenden Beteuerungen und Sonntagsreden zum Trotz", schrieb der blinde Journalist Keyvan Dahesch 1999 in der Zeit. Sein Artikel ist in Vielem heute noch so aktuell wie damals - egal, ob es um die Situation in Deutschland oder um die Situation in der Schweiz geht. In einem vom Deutschlandfunk am 4. Februar 2007 ausgestrahlten, ausführlicheren Essay, den wir hier zum nachhörenanbieten, ging Keyvan Dahesch erneut auf das Thema ein.

Den Beitrag von Keyvan Dahesch, in die ZEIT Nr. 32, 5. August 1999 gibt's hier!

Blinde Lehramtsstudentin erkämpft sich Referendariat vor Gericht

Ein Fall in Bayern zeigt, dass es in Deutschland heute zwar möglich, aber noch lange nicht selbstverständlich ist, dass ein blinder Mensch Lehrer an einer Regelschule wird.

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Barrierefreiheit - ein süsser Traum. Der Zugang zu ausländischen Bibliotheken für Blinde und Sehbehinderte wird immer schwieriger

Recording for the Blind and Dyslexic geht online. Die grösste englischsprachige Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte stellt ihre umfangreichen Bestände an Audiobüchern - vor allem aktuelle Studienliteratur - seit kurzem auch als herunterladbare Files zur Verfügung, doch was so nah ist wie nie ist für Schweizer StudentInnen unerreichbar! Und die RFB+D ist nur ein Beispiel unter anderen.

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Aus- und Weiterbildung für Menschen mit Behinderungen – die Vorgaben des Gleichstellungsrechts. Agile – Politik und Behinderung, 1/2007

Dr. iur. Andreas Rieder, Leiter des Eidg. Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, erläutert die rechtlichen Grundlagen der Aus- und Weiterbildung von Menschen mit einer Behinderung. Dabei stellt er fest, dass das Berufsbildungsgesetz, aber auch das Behindertengleichstellungsgesetz Förderungsmöglichkeiten enthalten, die in der Praxis noch viel stärker genützt werden könnten.

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Auch behinderte Studierende müssen ihre Leistung erbringen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich lehnt eine Beschwerde wegen diskriminierender Prüfungsbedingungen ab

Ein Student der Rechtswissenschaften wandte sich, nachdem er zum zweiten Mal durch die Lizenziatsprüfung gefallen war, an die Rekurskommission der Zürcher Hochschulen und danach an das kantonale Verwaltungsgericht. Er verlangte eine nachträgliche Anhebung der ungenügenden Noten, weil seine Dyslexie (Lese- und Schreibschwäche) nicht berücksichtigt worden sei. Dem Behindertengleichstellungsgesetz zu Folge hätte er Anspruch auf Prüfungserleichterungen gehabt, doch das Gericht lehnte seine Beschwerde im Juni 2008 ab.

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Anregend, gemütlich, gesellig. Das FAS-Treffen vom 2. / 3. Juni 2007 in Byron bei Sursee

Erstmals in unserer mittlerweile doch schon ziemlich langen Geschichte trafen wir uns diesmal nicht nur für einen Nachmittag, sondern für ein ganzes Wochenende. Veras Eltern waren perfekte Gastgeber und ihr Haus mit Trampolin, Swimming Pool, Grill, nahem Wald und Massenlager für uns alle war die ideale Umgebung für das Treffen. Ein Stimmungsbild geben Brige und Lukas!

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05.02.2007 FAS-Treffen vom 28. Januar

Frühe Operationen und Narkosen, Spitalerinnerungen und Spitalgefühle, neue und alte, leidr meist eher unerfreuliche Erlebnisse mit der IV, die aktuelle Behindertenpolitik und was die FAS dabei tun könnte ...

An Themen fehlte es auch am letzten FAS-Treffen nicht!